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Wann Fängt Man Mit Beikost An?

Wann Fängt Man Mit Beikost An?

Irgendwann zwischen Milchschlummern und Windelwechseln stellt sich bei jungen Eltern die große Frage: Wann ist es Zeit für den ersten Löffel Brei? Die einen sagen „ab dem vierten Monat“, die anderen meinen „bloß nicht vor dem sechsten!“. Kein Wunder, dass viele Mamas und Papas verwirrter sind als das Baby beim ersten Möhrchenkontakt.

In diesem Ratgeber klären wir nicht nur, wann man mit Beikost anfangen sollte, sondern auch wie, womit und worauf man besser vorbereitet sein sollte (Tipp: Lätzchen. Viele Lätzchen.). Also: Hochstuhl bereitstellen, Löffel gezückt – los geht’s!

Der richtige Zeitpunkt: Wann ist das Baby bereit?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sechs Monate ausschließliches Stillen oder Füttern mit Säuglingsmilch. Danach darf’s gern ein bisschen bunter werden auf dem Speiseplan. Doch jedes Baby ist ein Individuum (mit ausgeprägter Persönlichkeit!) – und während der eine Wonneproppen schon mit fünf Monaten gierig zum Apfelstück greift, schaut der andere noch mit Skepsis auf alles, was kein Milchgeschmack hat.

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Wichtig ist: Nicht das Kalenderalter zählt allein, sondern die sogenannten Reifezeichen. Wenn das Baby aufrecht sitzen kann (mit Unterstützung), Interesse an eurem Essen zeigt und den Zungenstoßreflex verliert (also nicht jeden Löffel wieder rausschiebt wie ein Mini-Katapult), dann ist der richtige Moment wahrscheinlich gekommen. Keine Sorge – das Baby wird euch schon zeigen, wann es bereit ist. (Und wenn nicht, zeigt es euch wenigstens, wie gut es Karottenbrei in den Haaren verteilt.)

Die ersten Löffel: Was kommt auf den Speiseplan?

Jetzt wird’s ernst – und matschig. Der Start der Beikost beginnt meist mit Gemüsebrei. Warum? Weil Babys keinen eingebauten Süßzahn haben sollten, der von Anfang an auf Apfelmus gepolt ist. Also: lieber Karotte statt Banane, auch wenn der Gesichtsausdruck dabei unbezahlbar ist.

Und was darf alles ins Schüsselchen? Hier eine kleine Übersicht der bewährten Starter-Lebensmittel:

  • Möhren – Klassiker! Süßlich, mild, orange (und sehr dekorativ auf Babyshirts).
  • Pastinaken – Der etwas unterschätzte Cousin der Karotte.
  • Kartoffeln – Stärkespender deluxe, besonders in Kombination mit Gemüse.
  • Zucchini – mild und angenehm wässrig – perfekt für Anfängergaumen.
  • Kürbis – Herbstlicher Superbrei mit weichem Geschmack.
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Wichtig: Langsam anfangen! Ein Löffelchen reicht am ersten Tag völlig. Der Babybauch ist empfindlich – und das Gesicht beim ersten Geschmackserlebnis sowieso spektakulär genug.

Finger weg oder rein damit? Was vermeiden, was fördern?

So wie bei allem rund ums Baby heißt es auch hier: Keine Panik, aber bitte mit Verstand. Salz, Zucker, Honig und Kuhmilch gehören noch nicht auf Babys Speiseplan. Honig kann sogar gefährlich sein (Stichwort: Botulismus), und auch Kuhmilch als Getränk ist erst nach dem ersten Geburtstag sinnvoll.

Stattdessen lieber auf natürliche Zutaten setzen und selbst ausprobieren, was dem kleinen Feinschmecker schmeckt. Fertiggläschen sind übrigens nicht verboten – man kann nicht jeden Tag Kürbis schälen und pürieren, schon gar nicht nach einer Nacht mit zwei Stunden Schlaf und einem Baby, das beschlossen hat, um 3:00 Uhr sein neues Quietschtier zu testen.

Beikost und Realität: Was man nicht in Ratgebern liest

Die Wahrheit ist: Kein Beikostplan der Welt überlebt den ersten Möhrenwurf. Das erste Breigläschen wird eher auf dem Tisch (und dem Fußboden, und der Katze) landen als im Mund. Und das ist völlig normal! Geduld, Humor (innerlich!) und eine Waschmaschine auf Stand-by sind die besten Begleiter in dieser Phase.

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Außerdem: Manche Babys werden nie große Breifreunde. Vielleicht wollen sie lieber Fingerfood? Dann ist Baby-led Weaning eine interessante Alternative. Hauptsache, das Kind isst – und hat Spaß daran. Denn eines ist sicher: Kein Erwachsener isst für immer nur Milch. Irgendwann landet jeder bei Spaghetti. (Oder Pizza. Oder beidem.)

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Tim Gottschalk
O autorze

Tim Gottschalk ist Redakteur bei Control-E und spezialisiert auf Bauen, Renovieren und praktische Heimwerkerlösungen. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Bau- und Wohnbranche verbindet er technisches Wissen mit einem Gespür für alltagstaugliche Tipps.

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